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Logbuch der Anthana << aktueller Logbucheintrag


26.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 55° 32,9' N      Lon 012° 40,8' E
Motoren statt Segeln...
Auch für diesen Tag hatten die Mitseglerinnen einiges notiert - doch leider ist es derzeit nicht auffindbar. So sind vorläufig nur die Notizen des Skippers hier vertreten: Die Ladies sind schon die letzten Tage geschockt über die vollen Häfen und wollen unbedingt einen guten Liegeplatz in Nyhavn oder Christianshavn. Dies führt zum Entschluss, früh auszulaufen - um 0815 ist es dann soweit. Aus den versprochenen West bis Nordwest 2-3 "später umlaufend" wurden halt nur 0-1 Beaufort und den kurzen Versuch zu segeln gaben wir relativ schnell auf und motorten bis Nyhavn, wo wir mit einem Liegeplatz direkt in der City belohnt wurden. Aufgrund des Fahrtwindes spürten wir die Hitze des heutigen Tages erst in Kopenhagen. 170 sm liegen nun hinter uns - schauen wir mal, wie es am Ende des Segeltörns aussieht.


25.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 55° 12,0' N      Lon 012° 25,2' E
"Blauwassersegeln"
Logbucheintrag der Mitsegler: Von Gedser nach Roedvig mit gutem Wind, so dass wir die Reste der letzten 3 Tage in ziemlicher Schräglage und unter strahlendem Sonnenschein vertilgen konnten. Trotz relativ später Ankunft haben wir einen Platz im Fischereihafen als Dritter im Päckchen gefunden. Hanna, Andrea und "DD" putzen ohne Aufforderung das Deck. Claudia brütet in der Bio-Sauna beim Küchendienst (Schotten & Luken dicht) - Stöhn. Danach Duschzeit: Ein kinderunfreundliches Eiscafe hält sich strikt an die Öffnungszeiten. Zum Ausgleich durfte Daniel ohne Frauen duschen.

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West bis Südwest mit 1-3 Beaufort garniert mit über 30° im Schatten - und das selbst noch abends um 2000. Der wenige Wind motiviert zwar nicht zum größeren Schlag aber die "alte" Skipperregel: Im ersten Drittel der gesamten Törndauer sollte das Törnziel erreicht sein und die restlichen 2/3 sollten für den Rückweg genutzt werden - eben auch um genügend Puffer für ungünstige Winde zu haben.

Erst nach der Halbinsel Moen frischt der Wind auf die erhofften 3-4 Beaufort auf, so dass wir doch schon um 2000 in Roedvig liegen - im Rahmen der zwischenzeitlichen Flaute und dem Auslaufen um 1010 völlig ok. Und wie so oft, bleibt ein gutes Ende (guter Wind) besser im Gedächtnis - wie gut, dass es die Aufzeichnungen im Logbuch der Segelyacht gibt, die u.a. die Windstärke fast stündlich hergeben.

Hier legen wir zum ersten Mal Landstrom - die hohen Batteriekapazitäten der Anthana machen es trotz Cappuccinio-Automat, ununterbrochenem Betrieb der großen Kühlbox, des zusätzlichen Kühlschranks und sonstiger Komforteinrichtungen möglich. Eigentlich auch nur, um für Kopenhagen mit vollen Batterien gewappnet zu sein.


24.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 29,9' N      Lon 011° 47,6' E
Segeltörn Heiligenhafen Gedser bei sengender Hitze mit Abkühlungsmöglichkeiten
Logbucheintrag der Mitsegler: Typischer dritter Tag! Zumindest für Daniel - schon beim Aufstehen holt er sich eine Fingerquetschung. Anschließend erleidet er einen harten Verlust: Das über alles geliebte Mohnbrötchen geht über Bord (MOB !!!) nachdem er sich in den Finger geschnitten hatte. Der erste Höhepunkt des Tages war das Baden auf hoher See. Anthana zog uns im Schlepptau quer durchs Wasser. Zweiter Höhepunkt war das Skippers-Dinner: Paella Anthana satt.

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Von Heiligenhafen bis Gedser - so lautet das Tagesziel an diesem weiteren heißen Tag. Westliche Winde um 3 bringen auf den raumen Kursen kaum Abkühlung. Nach der Passage des Fehmarnsunds entdecken wir voraus eine Hallberg Rassy 43 auf zunächst gleichem Kurs. Wir nähern uns auf dem Vorwindkurs nur langsam und nach Staberhuk luvt sie weit vor uns an - wir bleiben länger auf östlichem Kurs und luven erst später an - aufgrund des gewonnenen Raumes aber stärker als die HR 43 und ziehen deutlich an ihr vorbei - wir haben schon längst den Kiel-Ostsee-Weg passiert als wir sie achtern nur noch an den Segeln erkennend die Frachter passieren sehen. Südöstlich vom Offshore- Windpark bei Gedser verlieren wir sie aus dem Auge - Badepause für die Crew. Bei auffrischenden Winden laufen wir die Ansteuerung Gedser hinein und bergen erst kurz vor der schmalen westlichen Rinne zum Sporthafen die Segel. Beim Einlaufen um 1800 stellen wir fest, dass alle Plätze mit ausreichend Tiefgang, Länge und Breite belegt sind - so fragen wir den Skipper einer HR, ob wir bei ihm im Päckchen liegen dürfen, was er bejaht. Schnell stellt sich heraus, dass es die HR 43 von heute morgen ist und er unsere Badepause zum früheren Einlaufen nutzen konnte.

Nun haben wir insgesamt 80 sm auf der Uhr - davon heute allein 40 - nicht schlecht, wenn man halbstündiges Verholen zum Diesel bunkern, späteres Beiliegen bei Tonne 1 FW Heiligenhafen zum Aufklaren und die ausgiebige Badepause bei einem Ablegen um 0925 bedenkt.


23.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 24,0' N      Lon 010° 58,7' E
Segeltörn von Laboe bis Heiligenhafen - einmal mehr
Logbucheintrag der Mitsegler: Ausgeschlafen um 0900. Ausgiebig gefrühstückt mit "Nutellapfannkuchen mit extra Nutella. Kurz vorm Segeleinholen zeigte uns Thomas wie es ist, hoch am Wind zu laufen. Maike verstand die Erklärung der Halse im Mitsegeln-ABC nicht und erhielt deshalb eine anschauliche und praktische Vorführung.

Es stellte sich schnell heraus, dass auf diesem Törn 5 KKs an Bord sind.

2 von den KKs gingen nach Landung erstmal joggen - immerhin 40 min. Anschließend fand ein erstes Crewbaden in der mittelmeer-verdächtig warmen Ostsee statt während der Skipper die Formalitäten erledigt und die Ruhe genießt. Der abkühlenden Abendbrise wurde mit einheizendem Chili con Carne entgegen gesteuert.---------

Der heutige Segeltörn lautet Laboe - Heiligenhafen. Angekündigt waren östliche Winde 2-3, NW bis westdrehend. Da wir erst um 1200 ausliefen, erlebten wir nur die Westwinde bei strahlendem Sonnenschein und leichter Diesigkeit. Mit Schmetterlingskurs kamen wir die größte Strecke voran - mussten jedoch für 1,5 Std. die Genua bergen und den Kegel mit der Spitze nach unten setzen. Bei der Tonne 1 des FW Heiligenhafen bargen wir um 1800 die Segel und ich erklärte den Mitseglern den Ablauf eines Anlegemanövers in die Box. Um 1900 waren wir dann fest am Steg 12.


22.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 18,7' N      Lon 10° 08' E
Segelurlaub ? - Arbeiten zum Auftakt !
Logbucheintrag erstellt von den Mitseglern:

Folgende Darsteller betreten in dieser Reihenfolge die Segelyacht:

Der Skipper ist schon da! Sara (37,HH) und Maike (38,HH), Daniel (11, RHS) und Claudia (37, RHS), Hanna (14, Kiel) und Andrea (39, Kiel).

Nach Schwierigkeiten beim Einkaufen - ALDI Nord hat keine Kidney-Bohnen und Muffins vorrätig - konnte all das, was fast nicht ins Auto gepasst hat, ganz schnell in der Yacht verstaut werden. Beim 2.ten Teil der Sicherheitseinweisung werden die für Notfälle gedachten Signalmaterialien zu Daniels Leidwesen nur vorgestellt und nicht getestet. Nach Verteilung lebenswichtiger Dienste (Sicherheitsrolle - hinzugefügt vom Skipper) wird endlich abgelegt und nach einem "ultralangem" Törn erreichen wir Laboe gegen 20 Uhr. Statt Tapasbar gibt es an diesem ersten Tag typische deutsche kalte Küche mit Kartoffelsalat und Würstchen. Danach ist die Hauptcrew schon so geschafft, dass sie vorm Skipper in die Kojen sackt. In einem Nachtmanöver bergen Maike & Sara die Sitzkissen und Tischsets vorm Regen.

Der Skipper hat dem nichts hinzu zu fügen.


21.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 35,8' N      Lon 010° 05,8' E
Hurra - reichlich Wind und Hitze
Lange schlafen, das war abgemacht - so sind wir erst um 1100 ausgelaufen. Diesig ist es zwar immer noch, aber es "bläst" ein Westwind mit 4 Beaufort - in Böen gar 5 und später teilweise 6. Doch zunächst rauschen wir mit bis zu über 9 Knoten bei 60° am Wind hoch nach Damp - dabei klart es immer weiter auf - wie die Gesichter von Simone, Günter und Philipp. Wie lang war dieses Segelglück herbei gesehnt und nun am letzten Tag ist es ihnen gegönnt.

Da es schon der letzte Segeltag ist können wir uns leider keine fernen Ziele mehr vornehmen und müssen umkehren. Vor Laboe bergen wir die Segel. Eigentlich wollten wir dort noch gemeinsam Eis essen. Doch der auffrischende Wind ruft uns erneut, wir lassen das Eis essen fallen und genießen nur mit der Genua die "Düseneffekte" bei Laboe, Friedrichsorter Enge und Nord-Ostsee-Kanal und rauaschen schon wieder an allem, was Segel hat vorbei - bis kurz vor HDW. Spannende Momente, gute und sichere Fahrt auch bei mehr Wind - nun sind die drei gar vollends zufrieden. Ob es mit den versprochenen Gästebucheinträgen "belohnt" wird? Na ja, Philipp bucht gleich am Törnende den 14-Tages-Segelurlaub bzw. Segeltörn von Stockholm nach Kiel im nächsten Jahr.


20.07.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 28,1' N      Lon 010° 24,7' E
Endlich hört die Flaute auf - mit Ostwind von Kühlingsborn nach Strande
Verabredungsgemäß laufen wir früh (um 0900) aus. 20 min später ist alles aufgeklart und wir versuchen unser Segelglück bei 1-2 Beaufort und kalkulieren schon mal eine Ankunft im Dunkeln ein. Wegen der sengenden Hitze spannen wir das Bimini auf und genießen den gespendeten Schatten. 2 Stunden später haben wir schon 3 Beaufort und noch eine Stunde später 4, sodass wir die Fehmarnsundbrücke um 1415 passieren können.

Wie so oft nach einer Fehmarnsundpassage ändert sich mal wieder der Wind bzw. er schwächt sich ab - was beim Schmetterlingssegeln und achterlicher Welle nicht wirklich schön ist. Doch unsere Geduld wird belohnt und der Wind nimmt wieder zu - auf bis zu 4 mit 5er Böen. Leider nimmt auch die Diesigkeit zu und der Himmel bezieht sich. Über unserem Ziel liegt es gar dunkel und schwer - da sind die angekündigten Gewitter zu erahnen. Als wir schon Höhe Marina Wendtorf sind, kriegen wir tatsächlich ein paar Tropfen ab - nicht wirklich viel und schön warm. Die Gewitter bekommen wir erst zu spüre, als wir schon sicher im Strander Hafen liegen.


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