| Logbuch der Anthana | << aktueller Logbucheintrag |
![]() | 30.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 57° 17,8' N Lon 010° 55,5' E | ||
| 99 sm - Kreuzen von Grena nach Anholt zurück in die Aalborg Bucht hoch nach Laesö | ||
| Im Gegensatz zur Vorhersage beginnt der Tag mit moderaten Winden um 3 (statt 5-6) - leider aus der falschen Richtung: zunächst Nordwest. Also heißt es kreuzen: zunächst bis kurz vor die Südtonne SO-lich von Anholt und dann zurück in die Aalborg-Bucht. Dort angekommen - nach 51 sm unter Segeln - schläft der Wind völlig ein - nachdem er auf Nord gedreht hatte. Unter einer schönen Nachmittagssonne motoren wir nordwärts - schließlich wollen wir immer noch Donnerstag Abend in Göteborg sein und bei den avisierten Winden ist Laesö der ideale Ausgangshafen. Kerstin bereitet leckerste Backkartoffeln nebst Dip auf See zu und zum SOnnenuntergang speisen wir im Cockpit vorzüglich. Der Westhafen Laesö - Vesterö - ist auch für die Nachtansteuerung gut geeignet, wo wir um 2210 längsseits liegen. | ||
![]() | 29.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 56° 24,5' N Lon 010° 55,5' E | ||
| Premiere auf der Anthana - Segeln mit einem 155 qm Parasail | ||
| Umlaufend 2-3 - also gar nix - war vorher gesagt. Tatsächlich hatten wir überwiegend 1 bis 2 Beaufort. Dies nutzten wir zum Ausprobieren des "neuen Spielzeugs", dem Parasail - eine spezielle Art von Spinnaker, mit dem man sogar bis zu 65 Grad hoch am Wind laufen kann. Kaum ist das Segel gesetzt, sind alle fasziniert - geradezu ehrfürchtig schauen alle immer wieder ins große Segel und lauschen dem Wind und dem Gluckern des Wassers. Wenn jemand etwas sagt, fällt er automatisch ins Flüstern um diese wahnsinnig tolle Stimmung nicht zu stören. Als es uns auffällt, fällt selbst das Lachen darüber extrem leise aber nicht weniger herzlich aus. Alle genießen die Stunden dieser Stimmung, die man nicht mit Worten vermitteln kann - jede einzelne Minute ist unbezahlbar - allein es fehlt Andrea... Meistens waren wir mit dem Parasail (fast) so schnell wie der Wind und mussten kaum motoren - Insgesamt brauchten wir für den Törn mit fast 40 sm von Ballen auf Samsö nach Grena 8 Stunden. | ||
![]() | 28.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 55° 49,0' N Lon 010° 38,5' E | ||
| Kurzer Törn von Korsör nach Ballen auf Samsö | ||
| W bis SW um 5, später abnehmend 4, einzelne Gewitterböen, See bis 1m, so sollte es lt. Vorhersage werden. Abgelegt haben wir um 1030 und weil wir gestern schon 72 sm weit gekommen waren konnten wir heute entspannter planen - also nur 44 sm bis Samsö. Kaum aus dem Hafen draußen, setzten wir die Segel um auf Nordkurs unter der Großen-Belt-Brücke hindurch zu segeln. Mit gesetztem Vollzeug bei auffrischenden Winden erreichten wir gar 11,5 kn Fahrt durchs Wasser, sodass wir nach dem Verkehrtrennungsgebiet das Großsegel bargen. Zwischendurch hatten wir kleine Regengüsse und Flaute und trotzdem lagen wir schon um 1700 längsseits in Ballen. | ||
![]() | 27.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 55° 19,7' N Lon 011° 08,0' E | ||
| Segeltörn westliche Ostsee von Laboe bis Korsör | ||
| Angesagt war West 3, langsam zunehmend 6, Gewitterböen, strichweise diesig, See 0,5 m. Schon beim Ablegen um 0920 hatten wir WSW 4 bei guter Sicht - vorsichtig setzen wir nur die Genua und passierten den Kiel-Ostsee-Weg nörlich des Verkehrstrennungsgebietes. Während der Überfahrt Kurs Langeland frischte der Wind auf 6 Beaufort auf und die Welle stieg auf bis zu 1,5 m; trotz rechtzeitiger Ausgabe der Armbänder gegen Seekrankheit führte die achterliche Welle dazu, dass Ralf die Fische fütterte - Dana und Kerstin hielten sich wacker. Auf der Ostseite Langelands segelten wir hoch nach Korsör - unter der Landabdeckung nahm der Seegang deutlich ab und uns blieben 4 Beaufort, sodass wir um 1800 die Ansteuerung Korsör vor der Große-Belt-Brücke ereichten. Beim Versuch, die Genua zu bergen stellten wir einen Überläufer in der Furlex fest (trotz rausrollen über eine Winsch) - also gewendet und vorsichtig einen neuen Versuch gewagt, der zum Glück erfolgreich war. Ansonsten wäre nur das Abschlagen der 67 qm großen Genua auf See übrig geblieben - was schon im Hafen allein aufgrund der Größe des Segels kein Vergnügen ist. Doch so... Ende gut, alles gut! | ||
![]() | 26.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 54° 18,9' N Lon 010° 08,3' E | ||
| Beginn des Meilentörns Kiel - Göteborg - Kiel | ||
| Das Wetter gemischt und die neue Crew kommt: Dana & Stefan, Oliver, Kerstin und last but not least Ralf. Wie üblich erst die Sicherheitseinweisung erster Teil, dann die Verpflegungswünsche, Einkaufen und Bunkern, dann die Sicherheitseinweisung zweiter Teil und dann mal wieder nach Laboe - diesmal Baltic Bay. Neben der neuen Crew gibt es auf der Anthana eine Verbesserung: der Schalthebel für Gas und Gang (voraus/achteraus/Leerlauf) mit einem gerade nach oben geführten Knauf ohne ein abgewinkeltes Griffstück sowie links und rechts vom Hebel 2 (Schot-/Festmacher-) Abweiser. Der alte Hebel ohne Abweiser war in der Vergangenheit immer wieder ein Problem: Crewmitglieder verstellten ihn unabsichtlich und Festmacher und Schoten verfingen sich an ihm - da half auch keine Sicherheitseinweisung - also wurde er geändert. | ||
![]() | 04.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 54° 18,677' N Lon 010° 07,965' E | ||
| Abschlusstörn Segelurlaub Ostsee Kiel-Kopenhagen-Kiel | ||
| Da habe ich doch glatt die Aufzeichnungen der Crew versusselt... Es tut mir wirklich sehr leid - auch weil sich diese Crew immer so viel Mühe mit Logbucheinträgen gegeben hat. Letzter Tag - Wehmut liegt in der Luft - die 404 Seemeilen haben die Crew zusammen geschweißt. Lange wird gemeinsam gefrühstückt und um 1210 dann doch abgelegt - um 1310 sind wir längsseits fest am Querkai in der Kieler Hörn. Nur gut, dass es nicht zuviel guten Wind zum Segeln gibt, sonst fiele das von-Bord-gehen noch viel schwerer. Alle wollen wieder kommen, das freut auch den Skipper. Die Emotionen und Gefühle sind nicht zu beschreiben - so bleiben allein ein paar "technische Daten" vom Segelurlaub: 404 sm in 14 Tagen abzgl. 2,5 "Landtagen" - mal kurze und mal lange Etmale (bis zu 52 sm) - viel, viel Sonne und hohe Temperaturen - geradezu mediteran - und wenn es hoch kommt, noch nicht einmal 10 Stunden Regen (gefühlte Zeit - keiner weiß es mehr genau). Mal Flaute, mal optimal mit 4-5 Beaufort und manchmal Starkwind. Die Bordkasse soll für jeden trotz 2 mal Essen gehen (oder waren es 3 mal?!?) deutlich unter 20 EUR pro Person und Tag gelegen haben. -------------- Die Eintragungen hier im Logbuch gestalten sich leider doch noch recht aufwändig - bevor ich hier fortfahre, werde ich nach Verbesserungsmöglichkeiten meiner Infrastruktur suchen... und dann wieder nachtragen - I am sorry! | ||
![]() | 03.08.2006 | weitere Bilder in der Galerie |
| Lat 54° 27,3' N Lon 010° 29,2' E | ||
| Segeltörn Heiligenhafen-Laboe mit wechselnden Winden | ||
| Da habe ich doch glatt die Aufzeichnungen der Crew versusselt... Es tut mir wirklich sehr leid - auch weil diese Crew sich immer so viel Mühe gegeben hat. Morgens um 0700 kämpfen 2 Silbermöven miteinander: die eine packt mit ihrem Schnabel die andere am Nacken und drückt sie erst mehrfach und dann fast dauerhaft unter Wasser - bis sich die Unterlegene befreien und davon fliegen kann. Zum Wetterbericht: Noch gestern abend Stand 1800 waren für heute 4-5 Beaufort mit Böen bis zu 6 angesagt - keine 12 Stunden später ist alles vorbei und es heißt nur noch "umlaufend 2". Nach dem Auslaufen um 1015 und Erreichen der Osttonne versuchen wir also unser Glück, doch der Wind läßt noch weiter nach und wir haben bei schönem Sonnenschein gebügeltes Wasser und keinen Wind. Also das Groß stehen lassen, Kegel setzen und Motor an. Doch rund 3 Stunden später frischt es auf, so dass wir die Reststrecke bis zur Kieler Außenförde unter Segeln laufen können und um unser heutiges Segeldefizit ein wenig auszugleichen, kreuzen wir aus Lust - gegen 1700 sind wir längsseits fest in Laboe. | ||
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