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08.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 18,7' N      Lon 010° 08' E
Segeltörn Laboe-Kiel mit einem vorläufigen Rückblick der Crew
Was soll ich groß schreiben für das kleine etmal Kiel-Laboe? Der DWD sprach von NW 6, abnehmend 5 und einzelnen Schauerböen. Wir hatten nur NW 5 ohne Schauerböen und sogar mit Sonne. Von der Crew erhielt ich ein Logbuch der besonderen Art für die erste Woche des Segeltörns Kiel-Göteborg-Kiel:

Segeltörn Kiel-Göteborg im August 2006

Tag 1 Samstag, 26.8.06
Kiel – Laboe

Voller Vorfreude und Spannung treffen wir 5 Crewmitglieder mittags auf der Anthana ein. Es macht sich zugleich ein angenehmes Gefühl breit - wir werden zusammen mit dem Skipper eine prima Truppe. Und der erste Eindruck von der Anthana läßt keinen von uns Ankömmlingen kalt - eine sehr schöne und komfortable Yacht, auf der es sich entspannt segeln lässt. Die Kenner unter uns entdecken z.B. sofort die elektrische Toilette (ohne Handpumpe), den großzügigen Salon, bequeme Betten (mit thematisch passender Leuchtturm-Bettwäsche) und eine super ausgestattete Pantry (da gabs sogar ´nen Eierpicker). Den ganzen Stolz des Skippers bekommen wir auch gleich vorgeführt: die neue Cappuccino-Maschine! Wir erkennen sofort die Prioritäten: Erst die Einweisung in die Bedienelemente dieses Schätzchens incl. Degustation, danach Sicherheitseinweisung und Bunkeraktion. Um 19 Uhr legen wir spontan ab und passieren die Hörnbrücke Richtung Laboe. Die 7sm bis Laboe und der folgende Abend in einer Tapas-Bar reichen Andrea (des Skippers Partnerin) aus, um uns über die Gottgleichheit eben diesen Mannes zu desillusionieren. Bis zum Ende des Törns hat er tatsächlich nur zwei Dinge erfolgreich verteidigen können: seinen Navigationstisch und die Skipper-Cappuccinotasse. Gönnen wir ihm diese kleinen Erfolge.

Tag 2 Sonntag, 27.8.06
Laboe – Korsør

Der Navi-Cursor wandert Richtung Korsør (72sm). Um 9 Uhr in der Früh legen wir ab und setzen die Segel. Besonders der Anfang ist windig. Bei achterlichem Wellengang sind 3-4 Crewmitglieder ziemlich angeschlagen. Prophylaktisch geben wir die Parole aus „Gekotzt wird nach Lee.“ Schön zu erleben, dass sie sich in der Praxis bewährt. Und auch, dass abends bei Nudeln und Tomatensoße wieder alle kräftig zulangen. Noch in den letzten Minuten beim Anlaufen des Hafens von Korsør kommt uns vor der großen Belt Brücke eine verdammte Fähre in die Quere. So heißt es spontan noch zwei Wendemanöver fahren. Da zeigte sich, wie fit wir noch alle sind. Nach erfolgreichem Durchführen des „Manövers des letzten Augenblicks“ steuerten wir schnurstracks auf die gewünschte Hafeneinfahrt zu. Nach 72 windigen sm sei es uns gegönnt. Auch im Hafen von Korsør verfolgen uns die achterlichen Wellen und plätschern laut gegen das Heck. Mit einstimmigem Beschluss wenden wir bei Dunkelheit am Anleger von Steuerbord auf Backbord, damit auch die Crewmitglieder in den Achterkabinen gut schlafen können. Wir führen folgende Rituale ein: Erst in Ruhe einen „Anleger“ trinken, dann lecker kochen und die Eindrücke des Tages in einer Feedback-Runde sammeln. Leider können wir heute nicht auf Deck sitzen, es ist zu kalt. Trotzdem klingt der Abend in fröhlicher Runde zusammen aus (3x 5 Liter Fässer Rotwein, Alster, Radler, 3 Flaschen Weißwein, Baileys, Portwein usw.).

Tag 3 Montag, 28.8.06
Korsør – Ballen

Wir nehmen Kurs auf Ballen und segeln flott mit wahnsinnigen 11,5 kn (Fahrt durch Wasser) durch die Große Belt Brücke – was für ein Bauwerk! Der Wind ist uns wohlgesonnen, flaut aber gegen Abend ab. Auch wenn damit nicht bei allen das volle Segelvergnügen eintritt, manchen Magen freuts. Heute bekommen wir auch einen Vorgeschmack auf die Zuverlässigkeit der Seewetter-Vorhersagen: Der Wetterdienst äußert eine Idee, verbreitet sie, passt sie im Tagesverlauf zeitversetzt den tatsächlichen Geschehnissen an und hat damit abends 100% Trefferquote. Wir sind von soviel Professionalität beeindruckt. In Ballen finden wir einen sehr schönen Liegeplatz. Nur die Strom-Zapfsäule erweist sich als etwas schwach auf der Brust, wir müssen im Sekunden-Takt die Sicherung ´reindrücken. Dafür gibt´s großes Hafenkino: Die dänische Marine ist zu Gast, und wir kommentieren sämtliche Aktivitäten an Deck. Nur die Frage nach der Konfektionsgröße der weiblichen Schnuckelmaus in Marineuniform bleibt bis zum Schluss offen. Wir sehen den ersten Badegast ins kalte Wasser staksen und überlegen, wie wohl seine Begegnung mit den vorhandenen Schwärmen Feuerquallen sein wird. Ungefragt werden wir ins Päckchen genommen, die Crew des Excontainers lässt mal gleich Taten sprechen. Währenddessen kümmert sich der Skipper intensiv um das Wohlergehen der Crew. Dank Autopilot am Tag ist er so ausgeruht, dass er das Zubereiten seiner Paella nicht nur wortreich zelebriert, sondern auch den Kochlöffel schwingt. Wir geben ihm das Gefühl, andächtig zu lauschen, und übernehmen das unqualifizierte Schnippeln der Zutaten. Die Paella ist dann in der Tat köstlich, wir essen auf Deck und genießen den Blick auf Regenbogen und Sternenhimmel. Die Stimmung ist so prächtig, dass unsere Nachbarn vom Excontainer neidisch fragen: „Könnt ihr auch segeln oder feiert ihr nur?“ Unverständlicherweise löst dies bei uns eine erneute Heiterkeitswelle aus.

Tag 4 Dienstag, 29.8.06
Ballen – Grena

Anfangs noch Windstärke 3-4, dann abfallend. Unser Skipper hat schon einige Male vom Parasail geschwärmt, welches er gerade gekauft hat und mit uns testen möchte. Er braucht nur noch das ok von seinem Bauch. Der lässt sich aber so lange Zeit, bis die Flaute da ist. Trotzdem ziehen wir das Parasail auf. Konzentriert wird das Vorgehen und jeder Handschlag besprochen, wir sind alle gespannt und kribbelig. Mit dem Hochziehen der „Tüte“ geht die „Sonne“ auf. Atemlose Stille an Bord, wir sind total gebannt vom Anblick des sich in Zeitlupe bauschenden Segels. Mit einer unglaublich sanften Stimme gibt der Skipper Anweisungen zum Regulieren des Parasails, wir sind völlig fasziniert. Die Flaute hält zwar an, doch wir sind hartnäckig und zeitweise schaffen wir sogar 5 kn (Fahrt durchs Wasser) – dank der hervorragenden Anweisungen vom Rudergänger und den tollen Ausführungen der Anweisungen durch die eingearbeitete Crew. Doch nach einiger Zeit müssen wir das Segel wieder einholen und unter Motor weiter fahren. Die Zeit drängt. In der Ferne sehen wir Schweinswale. Vor Grena findet gerade strategisch günstig vor der Hafeneinfahrt eine Regatta statt. Unser Anlegemanöver scheint ausreichend Hafenkino zu bieten, der Herr im weißen Bademantel fixiert uns mit unbewegter Mine. Und Wiedersehen macht Freude: Der Excontainer ist auch da! Nach Abendessen auf Deck (heute sind Nudeln mit Schafskäsesoße im Angebot) löscht unser Skipper beim Überspielen auf den PC mutwillig kompromittierende Fotos des Tages. Zerknirscht bietet er uns von seiner Ritter Sport Weiße Voll-Nuss an, und das deutet auf ein wirklich schlechtes Gewissen hin. Wir wissen nicht wie, aber Stefan meint, er könne die Fotos vielleicht später „wiederholen“. Die Stimmung bleibt also prima. Wie gut, von verschiedenen Fachrichtungen Profis an Bord zu haben.

Tag 5 Mittwoch, 30.8.06
Grena – Laesø

Einige Leichtsinnige unserer Crew hatten dem Skipper am Vorabend zugesagt, um 8 Uhr klar zum Ablegen zu sein. Also Ablegemanöver und Diesel bunkern schon vor dem Frühstück, bis Laesø ist es ja weit. Nicht nur der Skipper hat verschlafen, und weder wir noch die Anthana ist wirklich „klar“ zum Auslaufen. Frühstück auf Deck, wie wir es geplant hatten, geht leider nicht, da starker Wind herrscht und wir sofort die Segel setzen. Die Windstärke ist zwar schön, nur kommt der Wind leider aus der Richtung wo wir hin wollen. Also heißt es Höhe laufen und wir erwarten einen Manöver-reichen und langen Segeltag. Im Laufe des Tages kommt ungeahnterweise schnell die Flaute. Schade, so wird das Höhe laufen auch schwieriger. Dafür genießen wir den herrlichen Sonnenschein und können auf Deck und im Bugsitz Sonnenbaden. Völlige Entspannung macht sich breit. Aber um die Strecke bis Laesø zu schaffen, muss doch der Motor wieder ´ran. Abends (noch auf hoher See) genießen wir auf Deck superleckere Backkartoffeln mit noch leckereren Dips. Als i-Tüpfelchen gibts einen stimmungsvollen Sonnenuntergang. Es wird langsam dämmrig, wir tasten uns entlang zahlreicher Fischerfähnchen an Laesø heran. Im Dunkeln erreichen wir die Hafeneinfahrt, die nicht nur sehr eng sondern auch noch unbeleuchtet betonnt ist. Aber wir sind ja nicht 99,98sm gefahren, um uns davon abhalten zu lassen, in diesem Hafen anzulegen. Hafenkino gibts nicht mehr, dafür ist es zu spät (22 Uhr). Der Wind ist zwar frisch, wir bleiben aber noch lange an Deck und genießen den Abend. Und fragen uns bis heute, ob Candida (der Name unseres Nachbarbootes) ein adäquater Schiffsname ist, oder nicht doch ein ungeliebter Darmpilz (candida albicans).

Tag 6 Donnerstag. 31.8.06
Laesø – Göteborg

Der Wind pfeift schon nachts mit 5-6 durch die Takelage und frischt am Vormittag noch auf. Beim Segeln fahren wir Achterbahn: Die Wellenberge schieben sich auf 1,5 bis 2m auf, z.T. sogar auf 3m. Wir werden von gischtschäumender See übersprüht. Damit nicht nur das Teakholz der Yacht etwas von den imprägnierenden Eigenschaften des Salzwasser hat, nimmt Kerstin für sich eine ganze Welle in Anspruch. Schnell segeln wir bis in die Schärengärten von Göteborg. Die Felsenlandschaft im Wasser fasziniert uns. Während manche Schären ungenutzt sind, sind andere mit den essenziellen Besitztümern der Schweden komplett bebaut: 1 Haus, 1 Leuchtturm, 1 Fahne – mehr passt nicht drauf. Das Schiffs-Verkehrsaufkommen ist groß, wir sehen sogar einen Windsurfer. Und dank guten Augenmaßes passen wir sogar unter einer 45m hohen Brücke durch. Wir peilen den citynahen Hafen vor der Göteburger Oper an. Wie alle bisherigen Anleger erweist sich auch dieser Hafen als eine gute Wahl. Zur Gemüsepfanne mit Reis gibt´s auch wieder abwechslungsreiches Hafenkino geboten. Melancholie macht sich breit, denn morgen wird nicht mehr gesegelt, sondern Abschied genommen.

Tag 7 Freitag, 01.9.06
Hafentag in Göteburg

Wir wissen schon fast nicht mehr, was das ist, aber heute haben wir´s getan: Ausgeschlafen (Ausnahme: Brötchen holen und Eier kochen hat Ralf gemacht, wir freuen uns und Ralf gähnt verstohlen)! Nie haben wir so lange gefrühstückt. Stefan, Dana und Kerstin packen ihre Sachen, da sie nur den einwöchigen Törn gebucht hatten und heute von Bord gehen. Nachmittags nutzen einige von uns die Zeit, sich Göteborg anzugucken. Aber es tut auch gut, das Stadtgewimmel wieder hinter sich zu lassen, und auf die Anthana zurück zu kehren. Abends räumen wir den Kühlschrank leer und machen allgemeines Resteessen. Leider beginnt es so zu regnen, dass wir trotz Bimini nicht an Deck bleiben können. Zum Führen des Gästebuchs lassen wir unsere gemeinsamen Erlebnisse noch mal aufleben und tauschen per DVD Fotos aus. Um 1:45 Uhr nachts ist Schluss mit der trauten Runde, Kerstin muss los, da sie jetzt mit dem euroline-Bus zurück fährt. Dana und Stefan bleiben noch ein paar Tage in Göteborg und ziehen los in ihr Hotel. Thomas, Ralf und Olli bekommen morgen einen neuen Mitsegler, der die 2. Törnhälfte gebucht hat. Wir verabschieden uns voneinander und vermissen uns jetzt schon.

Tag 8 Samstag, 02.9.06
Anfang und Ende…

Für Dana und Stefan heißt es endgültig „Tschüß“ zu sagen zur Anthana.
Arne sagt „Hallo“.

Fazit von Kerstin:
Für mich wars eine wunderbare Zeit. Als Segelküken einzutauchen in eine ganz neue, faszinierende Welt, in der sich hervorragend entspannen lässt. Und das Team - total klasse, ich habe mich superwohl gefühlt. Schon auf der Bus-Rückreise habe ich geradezu Entzugserscheinungen bekommen, werde also sicher wieder Segeln gehen. Am besten wieder mit Euch.

Fazit von Dana:
Diese Woche auf der „Anthana“ war für mich wunderschön, erlebnis- und abwechslungsreich, wir haben viel gelacht, haben uns wunderbar ergänzt und gut zusammengearbeitet. Und, ich habe mich sicher gefühlt – ganz zu schweigen von der passenden Bettwäsche (bin noch ganz hin und weg). Die vielen Kleinigkeiten machen die „Anthana“ zu dem, was sie ist – eine komfortable-entspannt-mitsegeln-Segelyacht. Es war ein toller Urlaub – ich zehre noch davon, bin noch fasziniert von den Wellenbergen und –tälern (und von dem Unterschied des Erlebens: ob man nun am Steuer steht oder im Cockpit sitzt – Wahnsinn). :-) Ich wäre sofort wieder dabei!!!!!!

Fazit von Olli (zur 1. Woche):
Eine super lockere Crew, mit einem Teamgeist der seines Gleichen nicht Nocheinmahl gibt, das erlebt man nicht alle Tage. In fünf Segeltagen (ab Laboe) von Kiel nach Göteborg, dass kann man sicherlich nicht Toppen – oder doch? ........ Ich hoffe, dass es irgendwie gelingt, dass wir uns einmal wieder sehen, um wieder zusammen entspannt auf der ******* SY-Anthana mit dem "Parasail" bei Thomas mitzusegeln. Die Frage ist, ob die angegebenen "Luxus-Sterne" ausreichen? - Eher nicht!



Stefans Rückblick

Ich durfte gleich mal einige Vorurteile über Bord werfen. Nein, elektrische Winschen sind kein Teufelswerk. Man kann sich verdammt schnell an diesen Komfort gewöhnen und mags dann nicht mehr missen. Die E-Toilette und das ATIS-System habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Gleichwohl muss mal höllisch aufpassen, dass man sich nicht doch irgendwann blind auf die ausgefeilte elektronische Navigationstechnik verlässt und dadurch die notwendige Kartenarbeit unter den Tisch fallen lässt. Ich fand den Törn sehr erholsam und in vielerlei Hinsicht lehrreich. Ich bin froh, dass mich die Wellen nicht an die Reling trieben und habe mich auch dank der tollen Crew und des Skippers prächtig erholt. Es war ein toller und unterhaltsamer Törn!

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Eigentlich gehört dieser Eintrag ja ins Gästebuch, aber die Crew hat so schön den Törnverlauf beschrieben, dass ich ihn einfach hier rein stellen mußte.


07.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 54° 24,2' N      Lon 010° 13,1' E
Segeltörn von Korsör nach Laboe
W um 5, abends NW-N, etwas zunehmend - soweit zur Prognose. Doch wir haben 1-2 aus NNW und kommen seit 0920 nicht so richtig voran: nach drei Stunden kaum mehr als 10 sm... doch dann endlich: WNW mit 4-5 - wir müssen später sogar das zweite Reff einbinden und laufen bis kurz vor LT Keldsnor plötzlich 10 kn und passieren schon um 1800 die Tonne T5 des Schießgebietes zwischen Kiel und Fehmarn. Der Wind briest weiter auf und dreht rück - kommt fast genau entgegen, sodass wir nach so viel Segelspaß des heutigen Segeltages kurzerhand für die letzten wenigen sm den Motor anwerfen und um 2000 in Baltic Bay liegen.


06.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 55° 19,7' N      Lon 011° 08,0' E
Segeltörn durch den kleinen oder durch den großen Belt?
Eigentlich bleiben nur noch 2 Tage ... aber der Sturm scheint vorläufig vorbei. Zunächst werden sogar nur W-NW abnehmend 3 vorher gesagt und der Wind soll leider auf S drehen; später in Belte und Sund sollen es dann wenigstens 5 Beaufort sein - aber leider auch aus der falschen Richtung: SW-W. ALso früh um 8 h ausgelaufen und wg.Unsichtigkeit die Navi-Lichter gesetzt - inkl. Dampferlicht. SW-lich von Hjelm endlich Wind: 3-4 Beaufort SSW - also kreuzen. NO-lich von Seeland fällt die Entscheidung für den großen Belt und dem Tagesziel Korsör. Nachmittags briest es auf 4-5 auf und wir kommen gut voran, sodass um 2030 längsseits liegen; 93 sm für den heutigen Törn .- so haben wir wenigstens etwas von den Sturmtagen wieder aufgeholt.


05.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 56° 24,261' N      Lon 010° 55,576' E
Zweiter Hafentag in Folge - der Sturm läßt nicht nach
Vormittags bis zu 35 kn allein Hafen und angesagte 7 Beaufort verleiten neuerlich nicht zum Auslaufen; bis 17 h steigert sich der Wind auf bis zu 38 kn um sich dann ab 19 h langsam auf 3-5 Beaufort zu beruhigen.

Man schwätzt im Hafen mit anderen Seglern und spinnt Seemannsgarn - im Hafen kolportieren die schönsten und schauerlichsten Geschichten: ein 1-Hand-Segler sei die letzte Nacht mit seiner 8m Yacht und defekter Maschine in 14 Stunden von Anholt hierher gekreuzt; auf einer Ausbildungsyacht im erbärmlichen Zustand haben gestern schon 2 Crewmitglieder die Yacht verlassen und schlagen sich nun landseitig nach Hause durch - ein Dritter verläßt am Abend ebenfalls die Yacht; es bleiben 3 von ursprünglich 6 zzgl. Skipper - in dessen Haut ich nicht stecken möchte.


04.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 56° 24,261' N      Lon 010° 55,576' E
Liegetag im Hafen Grena wg. Sturm
Ein wunderschöner Sonnentag - allerdings mit Sturm: allein im Hafen Böen mit 38 knoten, das ist Windstärke 8 - und draussen außerhalb der Landabdeckung sind es bestimmt 1-2 Beaufort mehr. Also bleiben wir im Hafen liegen und genießen in der Windabdeckung der Anthana liegend den Sonnenschein. Nur manchmal müssen wir für eine halbe Stunde unterbrechen... kurze Schauer, die schnell vom Wind wieder vertrieben werden. Auch so kann man einen Hafentag genießen. Dies setzt sich auch am Abend fort - Sternenhimmel und Mondschein bei Sturm und vom Wind aufgepeitschtes Wasser selbst im Hafen - ein tolles Erlebnis - auch so kann "mitsegeln" sein.


03.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 56° 24,261' N      Lon 010° 55,576' E
Sturm oder nicht Sturm, das ist hier die Frage!
Da liegen wir morgens um 1045 im Hafen und erleben 4-6 Beaufort. Der DWD spricht von SW 7-8, westdrehend 6-7. Windfinder.com zeigt, dass es zwar im Kattegat stürmt, aber unter direkter Landabdeckung und in der Aalborg-Bucht 2-3 Beaufortr weniger sind. Lingby-Radio spricht von 18 m/s - also Sturm - im Kattegat. WIr warten noch eine Stunde ab - alle Crewmitglieder beschließen einstimmig auszulaufen und uns südwärts vorzutasten - mit der vom Skipper vorgeschlagenen Option, wieder zurück zu kehren, wenn es zu hart sein sollte.

Auf der 6 m Tiefenlinie haben wir 6 Beaufort und setzen 40% der Genua. So surfen wir mit 8,5 bis 9,5 kn die Wellen hoch und runter - um 1900 sind wir in Grena und haben rund 60 sm des Heimweges gut gemacht. Alle sind froh hier zu sein und gespannt auf die weitere Wetterentwicklung... Neben dem guten Wind, der sich bis Grena auf 5 Beaufort reduzierte, hatten wir viel Sonne und nur ab und an eine Welle, die übers Deck fegte.


02.09.2006weitere Bilder in der Galerie  
Lat 57° 20,0' N      Lon 010° 31,824' E
Segeln von West-Schweden nach Saeby/Ostküste Jütland
Arne ist an Bord und die Drei sind leider gegangen (Kerstin ist noch im Bus nach Hamburg; Dana & Stefan winken uns beim Auslaufen vom Ufer aus zu) - nun wir müssen voraus schauen... Das Glück ist uns hold und es weht aus SW-S um 4-5.

Diesmal nehmen wir die Nordroute raus aus der Stadt und können schon die Südteilstrecke bis Troubaduren unter Segeln laufen - und ab dort Kurs SW Richtung Ostküste Dänemark -. soweit südlich wie es geht.... Wir könnten zwar noch ein bißchen tiefer als Saeby, aber dort gibt es erst mit "Hals" wieder einen vernünftigen Hafen für uns - und das ist zum Auftakt dieses Segeltörns doch zuviel. So erreichen wir Saeby um 1900 und sind auf der Höhe von Laesö und sind doch schon weiter westlicher. Dies gibt uns für die prognostizierten Winde erheblichen Leeraum und mehr Sicherheit.


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