Das Wetter soll vorübergehend wieder schlechter sein: S-SE zunehmend 5-6, garniert mit einzelnen Schauer- und Gewitterböen. Da wir uns in den Schärenfahrwassern befinden, hoffen wir, davon nicht betroffen zu sein. Allerdings bewölkt sich der Himmel sehr schnell und wir sehen wieder dieses fahle Licht des Nordens, das erscheint, sobald der Himmel bewölkt ist.
Wir motoren heute nur - auf diese 10% mehr an Motorstunden für noch nicht einmal 5% der Gesamtstrecke (586 sm) kommt es nun auch nicht mehr drauf an - und nutzen das Nebenfahrwasser Baggensfjärden - Stockholm, das nördlich von Saltsjöbaden beim Leuchtturm Boo abzweigt. Baggensstäket ist ein sehr enges, aber sehr reizvolles Fahrwasser, das uns eine schnelle Reise nach Stockholm ermöglicht (zur Abwechslung schüttet es mal wieder wie aus Eimern). Der enge Kurs wird durch die Touristenschifffahrt nicht gerade erleichtert - insbesondere, wenn die Kapitäne fahren wie die schlimmsten Busfahrer.
Unser Weg führt uns dicht an hohen, mit Villen bebauten Felsen und privaten, kleinen Steganlagen mit zum Teil protzigen Yachten vorbei. Gegen 1230 machen wir an der Außenmole an dem niederländischen Stahl-Motorsegler Poolster im Päckchen fest. SPäter erscheint tatsächlich Sealord, der wir anbieten, dass sie sich direkt an der Poolster (wg. Stahl an Stahl) festmachen und wir uns als Dritter bei der Sealord anlegen. Da aber vor und hinter uns Catamarane seitlich vorstehen, verzichtet der Skipper der Sealord auf unser Angebot und sucht sich einen anderen Päckchen-Platz.
Jetzt, wo ich gerade diesen Logbucheintrag schreibe, kommt auch endlich die Sonne wieder zum Vorschein... Die Mitsegler haben zwischenzeitlich das Vaasa-Museum besucht und gleich gibt es lecker Abendessen. |