Die Vorhersagen versprechen sich mal wieder: S-SW 5, strichweise 6, etwas abnehmend, später nördliche Winde 2-4 heißt es. Tatsächlich haben wir nördliche Winde - allerdings nur mit 1-2 Bft und das gleich von Anfang an. Sopäter dreht der Wind um West mit Stärken von 0-2.
In den vergangenen Tagen berichtete der Skipper den MItseglern vom engen Kanal Baggenstaket im Süden von Stockholm und nun wollen sie ihn alle kennen lernen - koste es was es wolle. Schließlich will man zu Hause etwas zu erzählen hsben... Gestern Abend hieß es noch nach dem für die meisten anstrengenden Tag: bloß auch mal einen ruhigen Tag. Dementsprechend schlägt der Skipper Nörrtalje oder Furusund vor, doch ausgeschlafen und voller Tatendrang votiert die Crew mehrheitlich für Sandhamn - Schwedens Segelmekka. Von dort ist der Baggenstaket deutlich besser zu erreichen.
Gegen 1700 erreichen wir Sandhamn - viele Plätze sind frei und immer, wenn wir gerade an einem Platz festmachen wollen, kommt ein junger arroganter Schnösel des KSSS (königlicher Segelclub Schwedens) angelaufen und verjagt uns mit dem Argument, auch dieser Platz sei gerade reserviert - draussen sei eine Regatta...
Das bislang häufig erfolgreiche Erfinden von Liegeplätzen klappt auch nicht, also auf zum Alternativhafen Bullandö. Auf dem Weg dorthin entdecken wir auf der Nordseite von Vindö eine schöne Bucht: Loknas (wir nennen sie Lochness). Vorsichtig tasten wir uns in die Bucht und machen einfach an einem freien Platz vor Heckboje fest. Gisela, Kerstin, Hanna und Andrea treffen landseitig auf ein rühriges älteres Pärrchen, dass darauf hinweist, das dies ein Privathafen sei, wir aber für umgerechnet 5 EUR dort liegen können. Viele Deutsche kämen hierher - die Mädels erfahren weiterhin, wo die Söhne rund um die Bucht wohnen, wieviel Hektar Land der Schäre dem Paar gehört, usw. und sofort. Kurz richtig idyllisch und ohne jegliche Störung und glücklich, diese Bucht gefunden zu haben, verbringen wir den Abend und die Nacht in Lochness. |